Cala de la Granadella

Wanderung im Naturpark – Parque Natural de la Granadella

Steilküste, Barrancos, eine traumhaft schöne Bucht mit kristallklarem Wasser und die Ruine einer Festungsanlage.

Am Fuße des Berges Puig de la Llorença (Cumbre del Sol) befindet sich ein weitläufiger Naturpark. Das Wandern im Parque Natural de la Granadella garantiert ausgiebigen Naturgenuss in einem landschaftlich schönen Gebiet. Die meisten Hauptwege eignen sich gut für bequemes Wandern, aber auch zum Joggen und Mountainbiken. In Küstennähe gibt es einen mittelschweren Abschnitt, wobei der schmale Pfad entlang der Steilküste und über verwitterte Kalksteine (Lapiaz) verläuft. Auf der rund 700 ha großen Hochebene von Granadella richteten im Jahr 2016 Buschbrände großen Schaden an. Glücklicherweise hat sich die Vegetation inzwischen wieder erholt.

Unterwegs gibt es einige tolle Aussichtspunkte und Orte mit historischer Bedeutung zu entdecken! Die folgende Strecke entspricht der langen Variante des Wanderweges PR-CV 354 und umfasst 14,2 Kilometer. Wegweiser aus Holz und weiß-gelbe Markierungen auf den Steinen helfen bei der Orientierung. Die Wanderroute führt durch Barrancos, zu einer traumhaft schönen Bucht mit kristallklarem Wasser (Cala de la Granadella) und zur malerischen Ruine einer Festungsanlage (Castillo de la Granadella). Definitiv gehört der Rundweg zu den Wanderhighlights an der nördlichen Costa Blanca!

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Von der Cumbre del Sol zum Mirador de la Granadella.

Ausgehend vom Ort Benitachell und der Straße Carrer Assagador, führt eine breite Straße den Berg hinauf. Kurz vor dem Ortseingang zur Urbanización Cumbre del Sol, geht es nach links auf einem kleinen Pfad in den Naturpark. Hier kann man bequem parken und die Wanderung beginnen. Der breite Wanderweg ist gut befestigt und verläuft in nordöstliche Richtung. Lässt man den Blick nach links (nach Nordwesten) schweifen, so ist in der Ferne der Berg Montgó zu sehen. An der ersten markanten Weggabelung bleibt der Abzweig nach rechts unbeachtet. Dann geht es nach links ein Stück den Berg hinauf, bis man von der Anhöhe in Richtung der Stadt Jávea (Xabia) und zum Kap de San Antonio schauen kann. Nun folgt man dem weiß-gelb markierten Weg in südöstliche Richtung zum Aussichtspunkt namens Mirador de la Granadella.

Durch den Barranco zur Bucht namens Cala de la Granadella mit ihrem türkisblauem Wasser.

Von diesem leicht erhöhten Standpunt aus lässt sich der grüne Naturpark gut überblicken. Nun führt ein schmaler Pfad abwärts und weiter geht es entlang der Forstwege. Ganz in der Nähe eines Strommastes biegt der Weg nach links ab, wird zusehens steiniger und verläuft hinab in eine Schlucht. Links des Weges ist eine historische Kalkmine zu sehen und an zwei Stellen kreuzt der Wanderweg die Küstenstraße namens Carretera de la Granadella. Dabei wandert man jeweils durch eine Art Tunnel unterhalb der Straße hindurch. Im unteren Bereich der Schlucht führt der Weg durch ein schönes Waldgebiet, in dem es aromatisch nach Piniennadeln und mediterranen Kräutern duftet. Das Wandern im Schatten der Bäume ist sehr angehehm. Nun ist es nicht mehr weit bis zur traumhaften Bucht von Granadella. Sie bezaubert vor Allem durch ihr kristallklares, türkisblau funkelndes Wasser und ihre felsige Küste. Das tolle Panorama motiviert zu einer Rast am Strand. Ein wirklich toller Ort, um dem Meer zu lauschen, eine Runde zu schwimmen oder etwas zu essen.

Zur Ruine einer Festungsanlage, dem Castillo de la Granadella und Aufstieg entlang der Steilküste.

Anschließend geht es vom Strand aus wieder zurück und dann nach links auf die Cami Vell del Morro de Castell. Als Abkürzungen sind die Varianten Teulería und Gurugú ausgeschildert. Es empfiehlt sich jedoch, lieber den abenteuerlichen Weg entlang der Steilküste zu wählen. Dabei gibt es die malerische Ruine einer historischen Festungsanlage zu entdecken. Der Aufstieg erfolgt zuerst entlang einer gut befestigten Bergstraße. Dann geht es nach links bzw. in südöstliche Richtung auf dem schmalen Bergpfad weiter.

Dabei bieten sich wunderschöne Ausblicke auf die Bucht und bald sind die Reste der einstigen Festung zu erkennen. Das romantisch gelegene Castillo de Granadella, das im Jahr 1739 erbaut wurde, eignet sich wunderbar als historisches Fotomotiv. In der Epoche der Ranaissance diente die Festung als Beobachtungsposten und zum Schutz der Küste gegen die Berberpiraten. Sie war Teil eines Verteidigungssystems an der valencianischen Küste. An der Ruine lohnt es sich, nochmals eine Rast einzulegen und die Aussicht in Richtung der kleinen Insel Isla del Descubridor zu genießen. Auf dem steinigen Pfad geht es weiter aufwärts – und auf dem Rücken des Felsmassivs in Richtung des Aussichtspunktes „Mirador de Llevant“.

Der Bergpfad, der in luftiger Höhe entlang der steilen Küstenfelsen verläuft, ist der anspruchsvollste und zugleich schönste Abschnitt des Rundweges. Es gibt einige Stellen, an denen man schwindelfrei und trittsicher sein sollte. Wichtig ist es, immer der weiß-gelben Markierung zu folgen und sich am Verlauf der rotbraunen Trittspuren auf dem weißen Kalkstein zu orientieren. Feste Schuhe sind zu empfehlen. Am Tag meiner Wanderung blies an der Küste ein heftiger Wind und ich bewunderte, neben der schönen Aussicht auf das Meer, auch die Formen des hellen Gesteins. Der von der Witterung gezeichnete, scharfkantige Kalkstein wird auch als Lapiaz bezeichnet. Die rotbraune Erde zwischen den Kalkfelsen heißt Terra Rossa.

Zurück zur Cumbre del Sol.

Am Mirador de Llevant angekommen, wird der Weg wieder breit – und im Südwesten sind aufs Neue der massige Berg Puig de la Llorença und die Urbanización Cumbre del Sol zu sehen. Ein guter Orientierungspunkt für den weiteren Weg, der bis zum Rande der Urbanización führt. Kurz vor Erreichen des Reiterhofes am Rande der Wohnanlage, zweigt ein unauffälliger Pfad nach rechts ab und führt durch die Schlucht „Barranco de Matorell“. Schließlich geht es nach links und leicht bergauf, dann ein Stück durch den nördlichsten Bereich der großen Wohnanlage und bis zur Hauptstraße. Hier hält man sich rechts und wandert auf dem Fußweg zurück bis zum Ausgangspunkt.

Die abwechslungsreiche Strecke durch den Naturpark kombiniert breite Forstwege und schmale Pfade, führt zu einem traumhaften Strand und einer malerischen Ruine in Küstennähe. Unterwegs dienen mehrere Aussichtspunkte der Orientierung und es sind weitere Varianten des Rundweges möglich (Teulería und Gurugú). Demnach sind auch die Wege im Herzen des Naturparks, die entlang der sanft geschwungenen Bergketten und durch die Barrancos führen, sehr schön. Da es im Laufe der Strecke nur kurze Abschnitte im angenehmen Schatten der Bäume gibt und man überwiegend der Sonne ausgesetzt ist, sollten guter Sonnenschutz und ausreichend Flüssigkeit im Wandergepäck nicht fehlen.

Wanderwege und Barrancos inmitten des Parque Natural de la Granadella:

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Marion Welke
    1. April 2018 16:08

    Liebe Adriana,
    wenn ich das lese, ist es soooo schade, dass wir erst in einem Jahr uns bei Euch einnisten wollen…. Und alle Deine Wanderbeschreibungen werden wir prüfen…
    Wo genau liegt denn montepuro, unser Ziel im nächsten Jahr.
    Liebe Grüße von Marion – eine der treuen Heidemühlenbesucherinnen

    Antworten
    • Hallo Marion,
      über Deine lieben Zeilen freue ich mich sehr und ihr werdet sehen, dass die Zeit rennt! Wenn ihr im kommenden Jahr da seid, dann gibt es zahlreiche Berge zu erklimmen. „Montepuro“ ist der Name für unsere neuen Pläne (monte= Berg, puro=rein). Wir befinden uns ganz in der Nähe von der Ortschaft Benitachell.
      Herzliche Grüße und bis bald,
      Adriana

      Antworten
  • Hallo, klingt ja toll!
    Werden die tour mal laufen, wohnen in Gata….
    Wie lang braucht man ungefähr für die ganze Wanderung?
    L Grüsse, Andrea

    Antworten
    • Liebe Andrea,
      über Deinen Kommentar freue ich mich! Für die Tour solltest Du etwa 4 bis 5 Stunden einplanen. Wegen der schönen Aussichtspunkte, insbesondere am Castillo, gibt es zahlreiche Motive zu entdecken! Viel Freunde beim Wandern und liebe Grüße, Adriana

      Antworten

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