muros de piedra y casa antigua cerca de la Sierra de Bèrnia

Von den Casas de Bèrnia über die Lloma Llarga (Sierra de la Solana) bis Benissa

Wanderung mit Blick in die Sierra de Bèrnia, Aufstieg zum Gipfel Cau und über den langen Rücken der Lloma Llarga.

Bereits aus der Ferne fällt die charakteristisch gezackte Felsenkette der Sierra de Bèrnia auf. Sie besitzt teils sehr steile Felswände und bietet ein beeindruckendes Panorama. Um das Gebirge ganz aus der Nähe betrachten zu können, startet diese Route in erhöhter Position an den Casas de Bèrnia – und damit inmitten der landschaftlich schönen Bergwelt. Auf diese Weise bieten sich gleich zu Beginn zahlreiche Motive, wobei die Kamera keinesfalls fehlen sollte!

Da es sich nicht um einen Rundweg handelt, sollten Anfahrt und Abholung gut organisiert werden (zum Beispiel durch einen Fahrer, der nicht an der Wanderung teilnimmt). Die Anfahrt mit dem Auto erfolgt auf der Straße CV-749, die ausgehend von Benissa in südwestliche Richtung und hinauf bis in die Berge von Bèrnia führt. Dabei schlängelt sich die Straße entlang der Bergkette Lloma Llarga (La Solana) den Hang hinauf. Die Lloma Llarga stellt einen Übergangsbereich zwischen der Küstenlandschaft und den Bergen des Hinterlandes dar. Obwohl das Gebirge nicht allzu hoch ist, bietet es zweifellos ganz wunderbare und abwechslungsreiche Ausblicke in die Landschaft der Marina Alta. Im Verlauf der Wanderung werden wir den Gipfel Cau besteigen und entlang des Kamms wandern. Übrigens kann die Lloma Llarga als Ausläufer der Sierra de Bèrnia betrachtet werden. Ihr Bergrücken besitzt eine langgestreckte und sanft geschwungene Formgebung.

Generell bietet die 14 km lange Wanderung zahlreiche tolle Aussichtspunkte! Zum einen mit Blick auf die umliegenden Berge, wie den Gebirgskamm der Sierra de Bèrnia, die Sierra del Ferrer, die Sierra de Oltà und das Felsmassiv Montgó. Zum anderen mit Blick auf die Küstenlinie zwischen Moraira und Calpe – mit dem Peñón de Ifach und dem Cap d´Or. Eine faszinierende Kombination aus Bergwelt und Mittelmeerblick.

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Der gezackte Gebirgskamm der Sierra de Bèrnia.

Wie bereits gesagt, beginnt die Strecke ganz in der Nähe der Casas de Bérnia – und damit in einer Höhe von etwa 630 Metern über dem Meeresspiegel. Inspiriert vom majestätischen Anblick der Felsenkette, könnte man natürlich auch den Rundweg PR-CV 7 nehmen. Er führt rings um die Sierra de Bèrnia und ich habe ihn bereits ausführlicher beschrieben: Sierra de Bèrnia – Rundweg um den Gebirgskamm.

Jedoch soll es bei dieser Tour in die entgegengesetzte Richtung gehen. Dazu folgen wir noch ein kurzes Stück der Bergstraße CV-749 und biegen nach rechts zum Campingplatz ab (er ist mit “zona d´acampada” ausgeschildert). Unterwegs verwandelt sich der breite Forstweg nach und nach in einen kleinen Pfad. Wir überqueren eine idyllische Hochebene, wo noch die Spuren landwirtschaftlicher Nutzung zu sehen sind. Einst wurden an den Berghängen Terrassen angelegt, die traditionell mit Mauern aus Steinen befestigt worden sind. Zudem erinnern einige verlassene Steinhäuser an die früheren Landwirte der Region. Beim Blick zurück erscheint aufs Neue die eindrucksvolle Silhouette des gezackten Gebirgskamms von Bèrnia, der die hügelige Landschaft im Hintergrund zu krönen scheint.

Der steinige Pfad zur Lloma Llarga (La Sierra de la Solana).

Bald erreichen wir einige Wohnhäuser, wo sich der Weg teilt. Dabei ist es wichtig, auch weiterhin dem schmalen Pfad zu folgen. Also biegen wir rechts ab und bewegen uns direkt in nordöstliche Richtung. Auf diese Art nähern wir uns allmählich der stattlichen Erhebnung namens Lloma Llarga. Lassen wir den Blick nach Südosten schweifen, so sehen wir die Sierra de Oltà und den Peñón de Ifach in Calpe. Weiterhin behalten wir den Kurs in nordöstliche Richtung bei, bis wir wieder einige Wohnhäuser in einer ländlichen Gegend erreichen. Auf der asphaltierten Straße biegen wir links ab und folgen ihr in Richtung “Font del Cau” und “Cases de Calito”. Am Fuße der Lloma Llarga befindet sich ein schöner Pinienwald mit reicher mediterraner Vegetation. Hier beginnt auch der Aufstieg.

Aufstieg auf den Gipfel Cau (Tossalet del Castellet).

Wir wandern zuerst ein Stück die breite Zufahrtsstraße aufwärts und nehmen dann einen schmaleren Pfad, der rechts abzweigt und durch den Wald führt. Anschließend geht es nach links weiter und auf einem steinigen Pfad bis zum Gipfel hinauf. Der höchste Punkt nennt sich Tossalet del Castellet oder Cau. Er befindet sich in 724 Metern über dem Meeresspiegel. Im unteren Bereich besitzt der Aufstieg übrigens keinen nennenswerten Schwierigkeitsgrad. Jedoch im oberen Abschnitt wird es etwas steiniger und kurzweilig steil. Dabei ist auch eine Felskette zu überwinden. Zum Glück besitzt der Felsen eine Lücke, durch die man problemlos durchsteigen kann. Das letzte Stück bis zum Gipfel ist hingegen sehr leicht passierbar. Zusammenfassend ist es ein kurzer und zugleich intensiver Anstieg, der in jedem Fall mit einer fantastischen Aussicht belohnt wird! Bei der Erhebung auf der gegenüberliegenden Seite (im Süden) handelt es sich übrigens um den Tossal de Navarro. Etwas niediriger als der Gipfel Cau, gehört er ebenfalls zur Bergkette der Lloma Llarga und kann erwandert werden.

Auf dem höchsten Punkt der Lloma Llarga fällt eine Säule aus Beton auf: Dabei handelt es sich um den Vértice Geodésico Cau, der Teil des spanischen Netzwerkes von Vermessungspunkten ist. Die meisten der geodätischen Punkte befinden sich auf Anhöhen oder Berggipfeln. Von diesem Standpunkt aus führt nun der Pfad über den weitläufigen Kamm der Lloma Llarga und bietet fantastische Ausblicke auf den Montgó im Nordosten. In Gipfelnähe zweigt der kleine Pfad zuerst ein Stück nach links ab, um eine abschüssige Felswand zu überwinden. Danach ist der Pfad bequem zu erwandern, wobei wir Schritt für Schritt an Höhe verlieren. Generell verläuft der Abstieg sanft und ist überdies bestens zur Orientierung geeignet. Im Nordwesten sehen wir den Ort Xaló (Jalón), der inmitten des Weinanbaugebietes Vall de Pop liegt. Im Osten sehen wir unseren Zielpunkt: der Ort Benissa.

Abstieg und Endspurt bis Benissa.

Im nördlichen Bereich der Lloma Llarga befinden sich einige breite Forstwege, wobei wir nach rechts abbiegen müssen. Auf diese Weise wählen wir den Abstieg in östliche Richtung und erreichen die breite Straße CV-750. Dem Verlauf der Straße folgen wir nach Südosten (nach rechts) und biegen dann links in ein unscheinbares Waldgebiet ab. Anschließend geht es nach rechts weiter und in Richtung AP7. Eine kleine Unterführung verläuft unterhalb der Autopista del Mediterráneo und wir gehen geradewegs weiter, bis wir die ersten Häuser von Benissa erreichen. Dabei führt der Weg ein Stück den Hang hinauf. Letztmalig bietet sich der Blick auf den Gebirgskamm der Sierra de Bèrnia und die Lloma Llarga (La Sierra de la Solana), die nun in der Ferne liegen. Das traditionelle Zentrum von Benissa – mit seiner markanten Kirche im neogotischen Stil und seinen gemütlichen Restaurants – erscheint mir sehr gut geeignet, um diese Wanderung in aller Ruhe ausklingen zu lassen.

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