Sierra de Toix, vista a Peñón de Ifach y Calpe

Castellet de Calp und Sierra de Toix – Felsen zwischen Calpe und Altea

Ein leichter Weg mit fantastischen Ausblicken auf die Küste und in die Berge. Ausgehend von der AP7 (Abfahrt Altea / Calp) und weiter auf der Nationalstraße N332 bis zur Urbanización Mascarat, gelangt man zu einer ganz eindrucksvollen Felsenkulisse. Sie setzt sich aus der Schlucht bzw. dem Felsen von Mascarat, dem Felsen des Castellet de Calp, den Ausläufern der Sierra de Bèrnia und der Sierra de Toix zusammen. Ein landschaftlich schönes Ausflugsziel an der Küste, das aber auch deutliche Spuren des Tourismus trägt.

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Castellet de Calp – ein Wachturm aus dem 16. Jahrhundert.

Zwischen dem Felsen von Mascarat und der Sierra de Toix erhebt sich ein Felsen, auf dessen Gipfel sich die Ruine des Castellet de Calp befindet. Im 16. Jahrhundert diente die Anlage als Wachturm und Kontrollpunkt. Sie wurde am Standort und mit den Materialien der mittelalterlichen Burg „Castell de Calp“ errichtet. Durch ihre erhöhte Position in 252 Metern Höhe war es gut möglich, mit den umliegenden Wachposten (zum Bsp. auf dem Peñón de Ifach) zu kommunizieren und mögliche Bedrohungen frühzeitig zu melden. Damit war der Turm Bestandteil eines Systems zur Küstenverteidigung. Vor allem wollte man sich gegen Angriffe der Piraten, die mit dem Schiff aus Nordafrika kamen, schützen und die Küstenbevölkerung frühzeitig auf den Rückzug in das Hinterland vorbereiten. Der Wachurm ist über die Jahrhunderte hinweg verfallen und nur eine Wand ist erhalten geblieben.

Felsen des Castellet de Calp.

Der Aufstieg auf den Felsen erfolgt an der Ostseite, wobei die etwas steileren Abschnitte mit Seilen gesichert sind. Allgemein ist der Aufstieg kurz und durch die Sicherungen nicht schwierig. Unterwegs fallen die dunkelblauen Markierungen und ein Wegweiser in der Nähe des Gipfels auf. Sie deuten darauf hin, dass Castellet de Calp zum Netzwerk der traditionellen Wanderwege von Calpe gehört. Ein Besuch des Castellet lässt sich zum Bsp. gut mit einem Ausflug zur Casa del Cocó kombinieren.

Vom Standpunkt Castellet de Calp aus bietet sich eine hervorragende Sicht auf den Peñón de Ifach und die Sierra de Toix im Osten, sowie die Sierra de Oltà im Norden und die Ausläufer der Sierra de Bèrnia im Nordwesten.

An der Nordwand, und damit im angenehmen Schatten, befinden sich übrigens 39 Kletterwege im höheren Schwierigkeitsbereich. Rechts des Aufstieges zum Castellet führt ein kleiner Waldpfad zur Steilwand.

Sierra de Toix – Südhang.

Die Sierra de Toix ist eine markante Erhebung an der Küste. Sie separiert die Buchten von Calpe und Altea. Als Ausläufer der Sierra de Bèrnia, ragen die Felsen von Toix weit in das Meer hinein und sind infolge des Tourimus von Kontrasten geprägt.

Der naturbelassene Südhang ist von Felsstrukturen des Lapiaz gezeichnet, fällt steil ins Meer ab und ist Lebensraum zahlreicher, teils sehr seltener Vogelarten. Zugleich zählen die Steilwände an der Sierra de Toix zu den ältesten und bekanntesten Klettergebieten an der Costa Blanca. Erste Routen wurden bereits in den 1980´ern erschlossen. Heute gibt es mehr als 190 Kletterwege in 12 Sektoren, einige davon verlaufen direkt über dem Meer. Darüber hinaus gibt es einen steinigen und teils undefinierten Pfad, der den Hang entlang führt (der jedoch nicht Thema dieses Beitrages sein soll).

Sierra de Toix – Nordhang und Hauptweg.

Im Gegensatz dazu ist der Nordhang dicht mit Ferienhäusern bebaut worden (Urbanización Maryilla). Die Erschließung des Gebietes hat nachhaltige Spuren am Felsen hinterlassen und eine stark touristische Prägung ist nicht zu übersehen. Entlang der Siedlung gibt es eine asphaltierte Zufahrtsstraße, die direkt bis zu einem Aussichtspunkt hinauf fürht. Von dort aus gelangt man auf dem breiten und gut befestigten Weg sehr bequem zu Fuß zu weiteren Aussichtspunkten – und in den oberen Bereich der Sierra de Toix. Dabei führt der Hauptweg um den Kamm herum und auf die Südseite. Im Bereich der Antennen endet der breite Hauptweg und es besteht die Möglichkeit, entweder auf einem kleinen Pfad weiterzuwandern – oder entlang der gut befestigten Hauptstrecke wieder zurückzukehren.

Der Gebirgskamm von Toix ist vom Lapiaz geprägt und kann gesondert erkundet werden. Dabei ist Trittsicherheit geboten, denn er besitzt steile und luftige Abschnitte. Allgemein ist die Strecke auf dem Hauptweg weniger als Wanderung, sondern vielmehr als leichter Spazierweg zu betrachten. Die kleinen Pfade hingegen sind etwas anspruchsvoller.

Sierra de Toix – Weitblick in die Marina Alta und Marina Baja.

Ohne Zweifel lockt die Sierra de Toix mit einem tollen Panorama der Küste und der umliegenden Berge. Dabei sind weite Teile der Gebiete Marina Alta und Marina Baja erkennbar.

Im Nordosten sind die Küstenstadt Calpe und das Naturschutzgebiet Peñón de Ifach zu sehen … in der Ferne erheben sich Cap d´Or bei Moraira und Puig de la Llorença.
Lässt man den Blick über das Meer und in südwestliche Richtung schweifen, so blickt man auf die Bucht und den Hafen von Altea. Im Hintergrund wirken die Wolkenkratzer von Benidorm ganz klein. Aus dem Meer erhebt sich der Naturpark Sierra Gelada und in Küstennähe dominiert der monumentale Berg Puig Campana. Zudem sind die markanten Gipfel der Sierra de Aitana in der Ferne zu sehen.

Sehr beeindruckend wirken aber auch die Gebirge, die der Sierra de Toix ganz nah sind: Im Nordwesten blickt man direkt auf den Felsen von Mascarat und in die Sierra de Bèrnia. Im Norden erhebt sich die Sierra de Oltà. Der Gipfel von Toix befindet sich in 338 Metern über dem Meeresspiegel. Darüber hinaus gibt es im oberen Teil des Gebirges, in 285 Metern Höhe, einen geodätischen Punkt zu entdecken. Dabei handelt es sich um den Vèrtice Geodésico Sierra del Toix, der zum Netzwerk von Messpunkten der 4. Ordnung gehört.

In diesem Beitrag habe ich die Schlucht von Mascarat und die kleinen Pfade am Südhang der Serra de Toix noch nicht weiter beleuchtet. Grund genug, das Gebiet nochmals im Rahmen einer umfangreicheren Wanderung unter die Lupe zu nehmen.

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