Castell d´Aixa, cima de la Sierra del Castell de la Solana

Castell d´Aixa, Font d´Aixa, Tossal Gran – Wanderung bei Xaló.

Wanderung in der Sierra del Castell de la Solana und auf den Gipfel Castell d´Aixa.

Allgemein erstreckt sich die weitläufige Sierra del Castell de la Solana zwischen den Orten Pedreguer, Alcalalí, Xaló, Lliber und Gata de Gorgos. Ihr Gipfel Castell d´Aixa liegt 607 Meter über dem Meeresspiegel und bietet wunderbare Ausblicke in die weite Berglandschaft. Dank der erhöhten Position und des hervorragenden 360-Grad-Panoramas, ist der Gipfel ein Teil des spanischen Netzwerkes von Vermessungspunkten. Der Vértice Geodésico Castell d´Aixa wird durch eine Säule aus Beton definiert.

Als Ausgangspunkt dieser Wanderung eignet sich die traditionelle Ortschaft Xaló (Jalón) oder die Urbanización La Solana, die sich direkt am Südrand des Gebirges befindet. Die gelb-weiß markierte Wanderroute führt erst über breite Wege den Hang hinauf – und verwandelt sich mit dem Erreichen eines Pinienwaldes, der sich am Fuße des Gebirges befindet, in einen kleinen Pfad. Im Halbschatten des Waldes beginnt also der Aufstieg recht angenehm und wir nähern uns flott den eindrucksvollen Gebirgsketten.

Die Route führt überwiegend entlang des sehr gut markierten Rundweges PR-CV 53, der um bzw. über das gesamte Gebirge führt und in zahlreichen Varianten erwandert werden kann. Dabei sind die gelb-weißen Wegmarkierungen, die auf Steinen am Wegesrand aufgemalt worden sind, meist sehr gut erkennbar. Im Rahmen meiner ersten Erkundungs-Tour in der Sierra del Castell de la Solana habe ich mir erst einmal den südlichen Teil näher angeschaut und dabei den höchsten Punkt Castell d´Aixa erklommen. Insgesamt umfasst die Runde knapp 12 km. Beim nächsten Mal nehme ich mir eine der längeren Varianten vor – diese ist im Beitrag Castell de l´Ocaive und Castell d´Aixa beschrieben.

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Von der Urbanización La Solana zu den Penyes Blanques.

Ausgehend von der Siedlung La Solana, führt eine asphaltierte Straße hinauf bis zum Rand eines Pinienwaldes. Hier wandelt sich die Wegbeschaffenheit, denn der kleine Pfad schlängelt sich durch den mediterranen Pinienwald hinauf und führt bis zu einer ersten Weggabelung. An dieser Stelle folgen wir dem Hinweisschild Castell d´Aixa und wählen den Abzweig nach rechts. So gewinnen wir flott an Höhe und erreichen eine Hochebene, die in etwa 520 Metern über NN liegt. Der Aufstieg wird mit einem ersten Ausblick in Richtung des Felsen Montgó belohnt, der sich im Nordosten erstreckt.

Wir befinden uns zwischen der höchsten Erhebung Castell d´Aixa (links) und Tossal Gran (rechts). Natürlich ist es möglich, gleich nach links abzubiegen und den Pfad hinauf zum Gipfel zu nehmen. Jedoch ersteint es mir interessanter, die Gipfelbesteigung für später aufzuheben und zuvor noch etwas das Gelände in östlicher Richtung zu erkunden. Also geht es weiter (geradeaus) zu den Penyes Blanques. Links des Weges erreichen wir einen hervorstehenden Felsen, der sich perfekt als Aussichtspunkt eignet. Hier bietet sich eine erste Rast an, um das Landschaftspanorama auf sich wirken zu lassen und um Fotos zu machen. Lassen wir den Blick nach Süden schweifen, so ist der gezackte Gebirgskamm der Sierra de Bèrnia zu sehen, sowie die Lloma Llarga und der Peñón de Ifach in Calpe. In nordöstlicher Richtung ist nach wie vor der Montgó zu sehen und im Norden erstreckt sich Muntanya Gran. Diese Felsenkette gehört zur Sierra del Castell de la Solana und beeindruckt durch ihre sanft geschwungenen Gesteinsformen.

Abstieg zur Wasserstelle Font d´Aixa.

Ganz in der Nähe befindet sich eine Weggabelung, wobei der mit “Font d´Aixa” bezeichnete Pfad hinab in die Schlucht und zu einer Wasserstelle führt. Dabei passieren wir einen Felsdurchbruch, gelangen auf der Schattenseite zu einem Felsüberhang und wandern hinab in den Barranco de la Font d´Aixa. Am Hang und in der Schlucht bezaubert einerseits die vielseitige mediterrane Vegetation, anderseits die Ruinen aus Stein. Zahlreiche Mauerreste erinnern an die einstigen Bewohner des Gebietes und wirken in der unberührten Natur ganz malerisch. Nachdem sich der Pfad immer weiter nach Westen geschlängelt hat, erreichen wir endlich die Font d´Aixa mit ihrem kleinen Wasserbecken. Im Schatten der großen Bäume lohnt es sich, eine kurze Rast einzulegen und vor dem Aufstieg zum Gipfel noch etwas zu entspannen.

Durch den Barranco de la Font d´Aixa und Aufstieg zum Gipfel Castell d´Aixa (por Llibre).

Nun ist es an der Zeit, den höchsten Punkt des Gebirges in Angriff zu nehmen. Dazu kehren wir an der Font d´Aixa um und folgen dem bereits bekannten Weg bis zur nächsten Gabelung. Hier biegen wir rechts ab und folgen dem Hinweis “Castell d´Aixa pel Llibre”. Der Pfad verläuft zuerst gemächlich durch die Schlucht und führt zu weiteren verlassenen Steinhäusern. Schritt für Schritt wird der Pfad steiler und wir gewinnen wieder an Höhe. Direkt vor uns erhebt sich eindrucksvoll der Felsen, auf dessen Gipfel sich die Mauerreste der einstigen Burg Castell d´Aixa befinden. Am steilen Hang verliert sich an einigen Stellen die kleine Pfadspur, sodass ich versehentlich vom markierten Pfad abgewichen – und stattdessen entlang einer undefinierten Geröllpiste den Hang hinauf gekraxelt bin. Der markierte Pfad führt hingegen etwas weiter rechts hinauf, als es in meiner GPS-Aufzeichnung zu sehen ist. Zugegeben, dieser Abschnitt war wegen der vielen Steine und der dornigen Sträucher etwas unbequem und abenteuerlich… aber auch eine Abkürzung. Glücklicherweise gelangte ich im oberen Bereich wieder auf den markierten Pfad und erreichte schließlich den Gipfel.

Castell d´Aixa. Weitblick in die Berglandschaft.

Zuerst fielen mir die alten Mauern aus Steinen auf, die einst zur Befestigung des Gipfels angelegt worden sind. Sehr wahrscheinlich hat man damit Flächen erschlossen, die landschirtschaftlich genutzt werden konnten. Mit der traditionellen Trockenstein-Bauweise konnten allgemein schwer zugängliche Gebiete für den Anbau von Nutzpflanzen erschlossen werden. Zudem finden sich Spuren der einstigen Burg Castell d´Aixa. Vor allem die Mauerreste des alten Wachturmes sind noch deutlich erkennbar. Im Mittelalter besaß dieser Standpunkt eine militärstrategische Bedeutung, denn vom Turm aus konnte man hervorragend das Tal des Río Xaló, die Sierra de Seguili und weite Teile der Küste beobachten. Damit war der Wachpsoten Castell d´Aixa auch Teil eines Systems zur Küstenverteidigung. Nach einer sehr ausgiebigen Gipfelpause mit tollem Bergpanorama ist es nun Zeit für den Abstieg. Entlang der Befestigungen führt der steinige Pfad hinab.

Tossal Gran und Abstieg in den Ort Xaló.

Bevor wir den Abstieg in die Ortschaft Xaló in Anfriff nehmen, lohnt sich noch ein kurzer Umweg auf den Gipfel des Tossal Gran. Erneut bieten sich fantastische Ausblicke in das Valle de Pop. Im Süden sind die Häuser von Xaló zu sehen. Schließlich nehmen wir den gleichen Pfad wie beim Aufstieg – und durchqueren den Pinienwald bis zur Urbanización La Solana. Darüber hinaus ist es möglich, weiter dem gelb-weiß markierten und breiten Weg bis in das Zentrum von Xaló zu folgen. Dabei durchqueren wir eine idyllische ländliche Gegend mit Weinhängen und Feldern.

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