Alt de l´Ample, panorama de la Sierra del Ferrer

Wanderung von Xaló: Alt de l´Ample, Les Planisses und Lloma Llarga

Im Süden des Ortes Xaló (Jalón) erhebt sich ein Berg namens Alt de l´Ample. Verglichen mit den umliegenden Bergen, wirkt er beinahe etwas unauffällig in der Landschaft… aber zweifellos lohnt es sich, den Aufstieg auf den Alt de l´Ample in Angriff zu nehmen! Vom höchsten Punkt bietet sich eine beeindruckende Weitsicht. So eignet sich der Gipfel sehr gut als Aussichts- und Orientierungspunkt, denn auch die benachbarten Gebirgsketten beherbergen zahlreiche schöne Wanderstrecken.

Aus dieser Position sieht man unter anderem das Valle de Pop mit den Ortschaften Xaló und Llíber. Aber auch die Sierra del Castell de la Solana mit ihren Gipfeln Castell d´Aixa und Tossal Gran, sowie die Sierra de Seguili erstrecken sich im Norden. Im Nordosten erscheint das Felsmassiv Montgó, im Osten die Lloma Llarga. Lässt man den Blick in westliche Richtung schweifen, so sind sowohl die eindrucksvolle Sierra del Ferrer und Penya Talai, aber auch die weitaus niedrigere Sierra de la Devesa zu erkennen. Besonders beeindruckend erhebt sich die Sierra de Bèrnia mit ihrem markant gezackten Gebirgskamm im Süden.

Wanderung südlich des Valle de Pop bei Xaló in zwei Varianten.

Wir starten die Runde südöstlich von Xaló an der Straße CV-750, um erst auf den Alt de l´Ample aufzusteigen und die Wanderung anschließend in Richtung des Gebietes Les Planisses fortzusetzen. Es gibt natürlich einige lohnende Varianten, um diese Gegend zu erwandern. Zwei davon habe ich erkundet.

Variante 1: eine kürzere Strecke, wobei der Weg vor Les Planisses in nördliche Richtung abzweigt und über die CV-749 bis in das Zentrum von Xaló führt (etwa 8 km).

Variante 2: eine längerer Rundweg, wobei wir die ruhige Hochebene Les Planisses durchqueren und zudem auf die Lloma Llarga steigen bzw. auf dem langgestreckten Rücken des Berges in Richtung Nordosten nach Xaló zurückwandern (14 km). Die Bergkette Lloma Llarga wird auch Sierra de la Solana genannt und bietet ebenfalls ganz fantastische Ausblicke – sowohl auf die Küste, als auch in die benachbarten Gebirge im Hinterland.

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Aufstieg auf den Berg Alt de l´Ample.

Die flache Gegend südöstlich von Xaló ist von Landwirtschaft geprägt. Zwischen den Feldern verläuft die breite Straße CV-750, die aus Richtung Benissa in das Ortszentrum von Xaló führt und sich bestens für die Anfahrt eignet. Ein Stück vor dem Ortseingang zweigen einige schmale Zufahrtsstraßen nach links ab und führen direkt bis zum Fuße des Berges (dabei wählen wir die Straße nach dem Barranco del Cau, die an den Mülltonnen beginnt). Am Ende der asfaltierten Zufahrtsstraße erreichen wir den von Bäumen gesäumten Fuß des Berges, wobei sich der Weg in einen schmaleren Pfad verwandelt.

Erst geht es ein Stück nach links und damit nähern wir uns dem Tal namens Barranco del Cau, dann zweigt der Pfad nach rechts ab und der Aufstieg kann beginnen. Im Zickzack führt der kleine Pfad hinauf. Links und rechts des Weges fallen die terrassenartigen Befestigungen am Hang auf. Dabei handelt es sich um alte Steinmauern, durch die man die sonnigen Flächen in Hanglage einst für den Anbau erschlossen hat. Gegenwärtig scheinen diese Anbauflächen nicht mehr genutzt zu werden und wirken verwildert. Während des Aufstieges schauen wir hinab in den Barranco del Cau und mit zunehmender Höhe zeigt sich im Osten auch die Lloma Llarga. Lassen wir den Blick zurück in Richtung Nordosten schweifen, so ist weit in der Ferne der Montgó zu sehen.

Der Gipfel von Alt de l´Ample – ein perfekter Aussichtspunkt.

Im oberen Teil des Aufstieges erreichen wir eine Weggabelung. Dabei wählen wir den Pfad nach rechts und werden später an diese Stelle zurückkehren. Somit geht es noch ein Stückchen hinauf, entlang einer Felswand und mit etwas Kraxelei ist ziemlich flott der höchste Punkt erreicht. Meiner Meinung nach eignet sich die Felsformation im letzten Stück des Aufstieges, vor allem in Kombination mit der Sierra del Ferrer und dem Berg Penya Talai im Hintergrund, ganz wunderbar als Fotomotiv. Der Gipfel des Alt de l´Ample befindet sich in 603 Metern über dem Meeresspiegel. Ein guter Zeitpunkt für eine kurze Rast und um das Bergpanorama zu genießen.

Anschließend kehren wir wieder ein Stück zurück und nehmen den Pfad, der nach rechts bzw. noch etwas um den Berg herum führt. Damit erreichen wir einen zweiten, etwas versteckt gelegenen Aussichtspunkt, der einen besonders schönen Blick nach Norden bietet. Auch hier lohnt sich eine kurze Rast um Fotos zu machen und sich beim Blick in die weite Berglandschaft zu orientieren. Besonders harmonisch wirkt die Sierra del Castell de la Solana, die sich hinter den weißen Häusern von Xaló erhebt. Für meinen Geschmack ist dies ein ideales Fleckchen, um die Ruhe in den Bergen zu genießen und dabei etwas die Seele baumeln zu lassen.

In Richtung der Hochebene Les Planisses.

Nun ist es an der Zeit, zur o.g. Weggabelung zurückzukehren und nach rechts bzw. in südwestliche Richtung weiter zu wandern. Dabei können wir uns vom markanten Gebirgskamm der Sierra de Bèrnia leiten lassen und nähern uns Schritt für Schritt der Hochebene Les Planisses. Wir kommen an zwei Ruinen vorbei, die einst aus Steinen erbaut worden sind und nun verlassen sind. An der zweiten Ruine befindet sich auch ein alter Brunnen. Kurz danach erreichen wir wieder eine Weggabelung, an der wir auf den gelb-weiß markierten Hauptwanderweg treffen. Nun eröffnen sich, wie bereits angekündigt, zwei Varianten um die Wanderung weiterzuführen.

Variante 1: kurz aber schön …

Für den Fall, dass wir nach rechts abbiegen, könnten wir in Richtung Penya de les Planisses gehen und in den Barranco del Masserof absteigen. Diese idyllische Schlucht erstreckt sich zwischen Sierra de la Devesa und Alt de l´Ample – und bezaubert vor allem mit ihrer vielseitigen Vegetation. Auf diese Weise erreichen wir einen asphaltieren Zufahrtsweg, auf den wir nach rechts abbiegen und bis zur Straße CV-749 gelangen. Von dort aus ist das Zentrum von Xaló nicht mehr weit entfernt.

Variante 2: durch die Hochebene Les Planisses zur Font del Cau …

Für den Fall, dass wir nach links abbiegen, führen wir die Wanderung in Richtung Süden fort und durchqueren das vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Gebiet namens Les Planisses. Neben traditionellen Konstruktionen aus Steinen (Mauern, Terrassen für den Anbau und alten Ställen) gibt es am Wegesrand auch eine Vielzahl an Blumen zu entdecken. Einige der alten Gebäude sind rekonstruiert worden und dienen als Landhäuser. Eine wirklich sehr ruhige Gegend inmitten der schönen Bergwelt. Bald erreichen wir einen asphaltierten Zufahrtsweg. Im Bereich der Weggabelung befindet sich auch ein Keramik-Mosaik, das den Namen der Region PLANISES abbildet. An dieser Stelle biegen wir links ab und folgen dem Verlauf des Weges bis zur Wasserstelle Font del Cau, die sich in einer Senke am Fuße der Lloma Llarga befindet.

… und Aufstieg auf den Gipfel „Cau“ der Lloma Llarga.

Gleich nach den Wohnhäusern zweigt ein kleiner Waldweg nach rechts ab. In der Luft liegt ein angemehm-würziger Geruch von Piniennadeln und der Halbschatten der Bäume schützt zeitweilig etwas vor der Sonne. Nach einem kurzen Abschnitt durch den Wald geht es nach links den Hang hinauf und weiter bis zum Gipfel. Im oberen Abschnitt gestaltet sich der Aufstieg durchaus etwas intensiver und ist teilweise recht steil. Dabei führt der steinige Pfad zu einer Lücke in der Felswand, durch die man aber bequem hindurchsteigen kann. So erreichen wir den höchsten Punkt der Lloma Llarga, der Tossalet del Castellet oder “Cau” genannt wird. Er befindet sich in 724 Metern über dem Meeresspiegel.

In jedem Fall wird der Aufstieg mit einem fantastischen Panorama belohnt. Der Blick schweift über das Mittelmeer – und wir können die Küstenlinie von Süden nach Norden mit ihren markanten Erhebungen Sierra de Oltà, Peñón de Ifach, Cap d´Or, Puig de la Llorença und Montgó bewundern… Ebenso wie die majestätischen Gebirgsketten des Hinterlandes, wie zum Beispiel die Sierra de Bèrnia im Süden und die Sierra del Ferrer im Westen. Gegenüber des Gipfels Cau befindet sich übrigens eine kleinere Erhebung, die Tossal de Navarro heißt und ebenfalls zur Lloma Llarga gehört. Darüber hinaus fällt auf dem Gipfel eine Säule auf, die den geodätischen Punkt “Vértice Geodésico Cau” definiert. Dank der hervorragenden Weitsicht in die Landschaft gehört dieser Standort zum spanischen Netzwerk von Vermessungspunkten.

Über den Rücken der Lloma Llarga und Abstieg in Richtung Xaló.

Über den langgestreckten und sanft geschwungenen Bergrücken der Lloma Llarga führt ein kleiner Pfad. Kurz nach dem Gipfel geht es ein Stück nach links und entlang einer Felswand hinab, danach gestaltet sich der Abstieg sehr angenehm. Erneut bieten sich tolle Ausblicke in die Landschaft und allmählich verlieren wir an Höhe. Beim Blick in Richtung Nordwesten sehen wir Xaló und im Osten liegt die kleine Stadt Benissa. Um zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen, halten wir uns demzufolge beim Abstieg links und wandern auf einem breiten Weg bis zur Straße CV-750 hinab. Schließlich folgen wir dem Straßenverlauf geradewegs nach Westen und können die Rundwanderung nach abwechslungsreichen 14 Kilometern beenden.

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